Anerkennung macht schlau

Die Sozialpsychologin Mary Murphy vom Indiana University Bloomington College of Arts and Sciences hat mit ihrem Team insgesamt 150 Professoren und Dozenten aus verschiedenen MINT-Bereichen befragt. Sie wollte wissen, ob die Lehrkräfte glaubten, dass Intelligenz mit der Zeit wachsen könne oder gleich bleibe. Im Anschluss verglichen sie und ihr Team die Informationen mit den Noten von insgesamt 15.000 Studenten.

Das Ergebnis war, dass der Glaube der Professoren und Dozenten mit der Entwicklung der gemessenen Leistungen ihrer Studenten korrelierte: glaubten sie daran, dass die Intelligenz wachsen könne, so entwickelten sich die Noten tatsächlich positiv. Bei einer gleichmütigen oder sogar demotivierenden Haltung dagegen gab es keine positiven Veränderungen. Besonders auffällig waren die Auswirkungen bei StudentInnnen mit  Migrationshintergund. Offensichtlich machte es einen Unterschied, ob die Professoren ihre StudentInnen – bewusst oder unbewusst – ermutigten oder nicht.

Diese Erkenntnis ist äußerst wertvoll und könnte sicherlich zur Verbesserung von Lerneffekten eingesetzt werden – auch an Schulen. Umgekehrt wird damit deutlich, wie ungünstig sich schwierige Verhältnisse zwischen Lehrenden und Lernenden auf die Leistung letzterer auswirken können. mehr

Teams brauchen Typen

Der Anthropologe Jeffrey Johnson von der University of Florida in Gainesville hat herausgefunden, wie unterschiedliche Charaktere ein Team erfolgreich machen und wie der „Clown“ sein Team in der Krise wieder zusammenbringen kann.

Über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtete er kleine Arbeitsgruppen auf Forschungsstationen in der Antarktis. Neben dem Clown hat der Wissenschaftler weitere Rollen ausgemacht: Anführer, Geschichtenerzähler, Freund, Berater und Vermittler. Diese Beobachtungen gelten unabhängig von der Nationalität der Teams, so der Forscher gegenüber dem „Guardian“.  mehr